Hinter den Kulissen des Zoos – die Arbeit eines „Koordinators“
30. Juli 2026
Wenn man an Jobs in einem Zoo denkt, was kommt einem da in den Sinn? Den meisten Menschen kommt als erstes die Arbeit eines Tierpflegers in den Sinn, der direkt mit den Tieren interagiert, zum Beispiel sie füttert, ihre Gehege reinigt und sich um ihre Gesundheit kümmert.
Es gibt jedoch viele weitere Arbeitsplätze im Zoo, darunter Mitarbeiter am Eingang, im Restaurant und im Souvenirladen sowie viele weitere, die hier nicht alle aufgeführt werden können. Darunter befinden sich auch viele Tätigkeiten hinter den Kulissen, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben. Dieses Mal stellen wir Ihnen einige Details zur Arbeit des Koordinators im Zoo von Ueno vor.
Die Tierpfleger sind zwar nicht direkt an der Tierpflege beteiligt, übernehmen aber die notwendigen Aufgaben für das Wohlbefinden der Tiere. Da ihre Arbeit engen Kontakt zu Tieren beinhaltet, besteht ihr Personal – genau wie das der Tierpfleger – hauptsächlich aus Fachkräften mit spezieller tiermedizinischer Ausbildung. Schauen wir uns an, welche Aufgaben sie übernehmen.
Management der Tierfütterung
Bei der Tierhaltung ist die Futterbeschaffung unerlässlich, doch die Tierhalter kaufen das Futter nicht einzeln im Supermarkt oder Gemüseladen ein. Sie berechnen Art und Menge des benötigten Futters für jedes Tier, und ein Koordinator sammelt alle Informationen und tätigt die Einkäufe.
Art und Menge des benötigten Futters variieren je nach Jahreszeit und Zustand der Tiere. Daher ist es notwendig, die Futterbeschaffung in enger Abstimmung mit den Tierpflegern zu planen, um Überschüsse oder Engpässe zu vermeiden. Auch die Anpassung der Futterlieferungen, um für Notfälle einen ausreichenden Vorrat für eine bestimmte Anzahl von Tagen anzulegen, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.
Darüber hinaus können Zoos ihren Tieren nicht durchgehend dasselbe Futter bieten wie in freier Wildbahn. Viele Futtermittel sind schwer zu beschaffen, und Menge und Qualität des verfügbaren Futters variieren je nach Jahreszeit und Wetterlage.
Die Tierpfleger prüfen die Zusammensetzung des Futters, um sicherzustellen, dass es unter den gegebenen Bedingungen den Nährstoffbedarf der Tiere deckt. Die Koordinatoren nehmen die Anfragen der Tierpfleger entgegen und prüfen, ob das Futter tatsächlich beschafft und regelmäßig und zuverlässig geliefert werden kann. Tierpfleger und Koordinatoren arbeiten gemeinsam daran, die Fütterung der Tiere zu optimieren.
Eine der Aufgaben des Vorbereitungspersonals ist es, gefrorenes Fleisch und Fisch so vorzubereiten oder Eier so zu kochen, dass sie für die Tierpfleger leicht zu handhaben sind. Beim Dämpfen von Süßkartoffeln erfüllt ein herrlich verlockender Duft die Luft, der einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Aufzeichnungen über in Gefangenschaft gehaltene Tiere
Der Zoo beherbergt eine Vielzahl von Tieren, und die Koordinatoren führen Aufzeichnungen über deren Pflege. Diese Aufzeichnungen sind von großer Bedeutung und können als Geschichte des Ueno-Zoos selbst betrachtet werden. Sie enthalten unter anderem Informationen darüber, wann und welche Tierarten ankamen, wohin sie gebracht wurden, die Anzahl der Tiere zu einem bestimmten Zeitpunkt sowie Zuchtdaten.
Darüber hinaus werden diese Daten durch den Austausch mit Zoos und Aquarien im In- und Ausland dazu genutzt, die Tierpflege und den Artenschutz zu verbessern.
Erforderliche administrative Verfahren für die Tierhaltung
Bei der Tierhaltung müssen zahlreiche Gesetze und Vorschriften beachtet werden. Der Koordinator ist für die Einhaltung der in diesen Gesetzen und Vorschriften festgelegten Verfahren verantwortlich.
Kennen Sie beispielsweise das Artenschutzgesetz? Sein offizieller Name lautet „Gesetz zur Erhaltung gefährdeter wildlebender Tier- und Pflanzenarten“. Wie der Name schon sagt, dient es dem Schutz gefährdeter Arten im In- und Ausland. Tiere, die gemäß diesem Gesetz als „seltene wildlebende Tier- und Pflanzenarten“ eingestuft sind, dürfen weder gefangen noch verbracht werden. Wenn Sie also Tiere zwischen Zoos verlegen möchten, benötigen Sie eine Genehmigung des Umweltministeriums.
Darüber hinaus verbietet das „Gesetz über invasive gebietsfremde Arten“ den Transport von Tieren, die als „invasive gebietsfremde Arten“ eingestuft sind, solange sie noch leben, um deren Ausbreitung zu verhindern. Zoos halten und zeigen jedoch häufig gebietsfremde Arten, um das Bewusstsein für diese zu schärfen. Auch in diesem Fall beantragen sie eine Genehmigung beim Umweltministerium.
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Regeln, daher benötigt der Koordinator umfassende Kenntnisse der Gesetze und Vorschriften.
Die bisher beschriebenen Aufgaben stellen nur einen Teil der Tätigkeiten eines Koordinators dar. Koordinatoren sind die stillen Helden, die im Hintergrund arbeiten und verschiedene Dinge innerhalb und außerhalb des Zoos koordinieren.
[Koordinationsteam des Ueno-Zoos]

