Eine jährliche Tradition! Schafschur

2. Juli 2026

Mit Beginn der Regenzeit erleben wir immer mehr heiße und schwüle Tage. Seid ihr alle auf die Hitze vorbereitet?

Das ist zwar schon eine Weile her, aber am 17. April 2026 fand die alljährliche Vorsommerveranstaltung im Viehstall des Inokashira Park Zoos statt.

Oma Schafsglocke
Oma Schafsglocke

Die beiden Schafe, die wir auf unserem Hof halten, sind Corriedale-Schafe. Sie sind eine Zweinutzungsrasse, die auf die Produktion großer Wollmengen gezüchtet wurde, und ihre Wolle verliert sie nicht auf natürliche Weise, sondern wächst ihr ganzes Leben lang nach.

Im Allgemeinen werden Schafe einmal jährlich geschoren, bevor die große Hitze einsetzt. Wenn ihre Wolle zu lang wird, sind sie anfälliger für Hitzschlag und Krankheiten. Daher ist die Schur vor dem Sommer für das Wohlbefinden der Schafe unerlässlich. Bis zum letzten Jahr führten die Schafhirten die Schur nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum durch.

Die Herausforderung bestand jedoch darin, dass das Scheren von nur zwei Schafen pro Jahr es schwierig machte, unsere Fähigkeiten zu verbessern, und zudem sehr zeitaufwendig war. Deshalb haben wir dieses Jahr einen Schafschur-Experten eingeladen, der uns beim gemeinsamen Scheren anleitet.

Bei den Schafen, die dieses Mal geschoren wurden, handelte es sich um „Merida“, ein zweijähriges Weibchen, das letztes Jahr in den Zoo kam, und „Belle“, ein 15-jähriges Großmutterschaf.

Schafe sind soziale Tiere, die in Herden leben, daher reagieren sie oft ängstlich, wenn sie allein gelassen werden. Um sie jedoch sicher zu scheren, müssen sie getrennt werden. Ehrlich gesagt, wenn Merida, die jung, kräftig und voller Energie ist, ängstlich werden und sich wehren würde, wären die unerfahrenen Schafpfleger nicht zuversichtlich gewesen, dass sie die Schur sicher durchführen könnten.

Deshalb ließen wir uns zunächst von einem Ausbilder an Merida beispielhaft zeigen, wie man sie schert. Uns wurde vorher beigebracht, wie man ein Schaf sicher fixiert (indem man seinen Körper fest stützt, damit es sich nicht bewegt), und erst dann durften wir sie scheren.

Merida wirkte anfangs etwas ängstlich, aber sobald sie sicher gehalten wurde, beruhigte sie sich und wurde schnell geschoren. Und wir erhielten diesen prächtigen, teppichgroßen Wollhaufen! Er wog sage und schreibe 4,5 kg.

Ein prächtiger Wollstoff, der einem einzigen Teppich gleicht.
Ein prächtiger Wollstoff, der einem einzigen Teppich gleicht.

Bei der zweiten Hündin, Bell, schor der Tierpfleger ihr tatsächlich das Fell, während er Anweisungen gab. Dank der Anleitung, wie man Bell halten sollte, blieb sie von Anfang bis Ende ruhig und ließ den Tierpfleger ihr Fell scheren.

Ihr Fell ist inzwischen etwas länger geworden, aber kommen Sie doch bitte vorbei und sehen Sie sich die beiden in ihrer Sommerkleidung an.

Bell (links) und Merida (rechts) sehen nach dem Scheren ordentlich und gepflegt aus.
Bell (links) und Merida (rechts) sehen nach dem Scheren ordentlich und gepflegt aus.

[Ishigami, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Inokashira Park Zoo]

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