Die Reise zur Gewichtsmessung von Rhesusaffen (Vorbereitung) – Überlegungen zur Waage
2025年12月23日
Der Inokashira Park Zoo beherbergt derzeit 13 Rhesusaffen, die jedes Jahr im November für Gesundheitsuntersuchungen wie Impfungen und Gewichtskontrollen eingefangen werden. Eine der Affen, Shimobukure (Weibchen), ist 27 Jahre alt und hat kontinuierlich an Gewicht verloren: 2022 wog sie 5,5 kg, 2023 4,9 kg und 2024 4,1 kg.
Ich wollte daher meine Gewichtszu- und -abnahme häufiger dokumentieren und diese Daten zur Gesundheitsvorsorge nutzen. Ich werde Shimobukures Bemühungen zur Gewichtsmessung in zwei Teilen vorstellen: „Vorbereitung“ und „Übung“.
Zu Beginn dieses Projekts fiel uns auf, dass Shimobukure weniger scheu gegenüber Menschen war als die anderen Tiere. Beim Füttern wird das Futter an die gesamte Gruppe verteilt, doch die meisten Rhesusaffen sind scheu und nähern sich den Pflegern nicht. Shimobukure hingegen zeigte eine Tendenz zur Annäherung. Aus diesem Grund beschlossen wir, sein Gewicht zu messen, indem wir ihn während der Fütterung auf die Waage stellten und füttern ließen.
Zuerst habe ich mir eine Skala ausgesucht. Dabei sind einige Punkte zu beachten.
Das erste Kriterium ist die Langlebigkeit. Wir wollten ein möglichst robustes Produkt, da die Gefahr besteht, dass sich Teile lösen und die Waage beschädigen, wenn sie beim Wiegen von einem Tier angestoßen oder verschluckt wird.
Der zweite Faktor war die Tragbarkeit. Wäre die Waage fest auf dem Spielplatz installiert, könnten die Affen damit spielen oder sie könnte im Regen nass werden und kaputtgehen. Deshalb entschieden wir uns, sie nur bei Bedarf aufzustellen. Wir dachten daher, je leichter und dünner die Waage sein sollte, desto einfacher wäre sie zu transportieren und desto weniger scheu würden die Affen ihr gegenüber sein.
Drittens suchten wir nach einem Modell mit drahtloser Anzeige, um das Gewicht aus der Ferne ablesen zu können. Obwohl Shimobukure ein menschenfreundliches Wesen ist, gingen wir nicht davon aus, dass es sich sofort auf eine neue Waage stellen würde, während seine Pfleger es genau beobachteten. Um ihm das Wiegen etwas angenehmer zu gestalten, entschieden wir uns daher für eine drahtlose Anzeige, sodass wir sein Gewicht aus der Ferne ablesen konnten.
Als Nächstes bauten wir eine hölzerne, kistenförmige Futterschale, um zu verhindern, dass andere Affen als Shimobukure die Waage betreten. Damit sich die Affen daran gewöhnen konnten, stellten wir zunächst einen Monat lang nur die Futterschale im Affenberg auf und platzierten dann während der Fütterungszeiten Futter darin, um Shimobukures Reaktion zu beobachten.
Statt seines üblichen Futters gaben wir ihm mundgerechte Brotstücke, Shimobukures Lieblingsspeise. Anfangs war er misstrauisch, kam nur kurz an die Plattform, um die Lage zu prüfen, und ging dann wieder. Doch nach ein paar Tagen wurde er zutraulicher und hielt sich immer öfter in der Nähe auf.
Doch dann geschah etwas Unerwartetes. Anstatt auf das Futtertablett zu klettern, griff Shimobukure nur nach den Brotscheiben und nahm sie sich. Als er dann von anderen Affen bedroht wurde, erschrak er so sehr, dass er das Brot fallen ließ und es gestohlen wurde.
Als nächsten Schritt entschieden wir uns daher, das Bambustablett mit dem Essen ganz hinten zu platzieren, wo es selbst mit ausgestreckter Hand von außen schwer zu erreichen ist. Durch das Bambustablett ist das Essen von außen kaum sichtbar und schwer zu entnehmen.
Dadurch konnten wir beobachten, wie er, wenn auch nur kurz, mit dem ganzen Körper fest auf dem Futtertablett stand. Allerdings war diese Zeitspanne immer noch zu kurz, um sein Gewicht zu messen, und es gab Schwankungen; an manchen Tagen stand er gar nicht auf dem Tablett (wir konnten sein Gewicht messen, wenn er etwa 10 Sekunden darauf stehen konnte).
Um Shimobukure dazu zu animieren, sich länger und regelmäßiger am Futterspender aufzuhalten, positionierten wir das Bambustablett an der Rückseite des Spenders höher als seine Augenhöhe. Daraufhin beobachteten wir, wie Shimobukure den Spender aufsuchte, um nach schwer zu erkennendem Futter zu suchen, länger darauf verweilte als zuvor und sich sogar im Tablett aufrichtete, um hineinzuschauen. Wir beobachteten auch, wie er Brotscheiben in seinen Backentaschen im Spender sammelte, vermutlich weil er bemerkt hatte, dass andere Tiere ihm das Futter nicht wegnehmen würden, wenn er den Spender betrat, während sich Menschen in der Nähe aufhielten.
Nachdem er nun fest auf dem Futtertablett stehen konnte, habe ich schließlich Klettband zwischen der Waage und dem kastenförmigen Futtertablett angebracht, um zu verhindern, dass sich die Waage während der Messung verschiebt und das Futtertablett umkippt oder klappert und dadurch das Messen erschwert wird.
Nun können wir endlich mit dem Wiegen beginnen. Im nächsten Praxisartikel werden wir die regelmäßigen Gewichtsmessungen und die darauf basierende Tierpflege vorstellen.
[Onodera, Leiter der Tierpflege und Ausstellungsabteilung des Inokashira Park Zoos und Zoologischen Gartens]

