Wir haben damit begonnen, die auf den Ogasawara-Inseln endemische Art, die „Chichijima katamaimai“-Schnecke, auszustellen.

10. April 2026

Im Amphibien- und Reptilienhaus des Ueno-Zoos wird seit März 2026 die Chichijima-Schnecke (Mandariina chichijimana) ausgestellt.

チチジマカタマイマイ1匹が植物の上にいる。識別用のシールが貼られている。
Chichijima katamaimai

Die Chichijima-Landschnecke ist endemisch auf den Ogasawara-Inseln und bewohnt ausschließlich den südlichen Teil von Chichijima und Tatsumijima. Sie ist eine Landschnecke, die auf dem Waldboden feuchter Wälder lebt, wo sich herabgefallene Blätter der Ogasawara-Palme (einer auf den Ogasawara-Inseln endemischen Palmenart) befinden.

オガサワラビロウの落ち葉が積もる林床
Der Waldboden ist mit herabgefallenen Blättern der Ogasawara-Palme bedeckt.

Das Aquarium ist daher nur schwach beleuchtet, als stünde man inmitten von Laub. Das Gehäuse ist etwa 2,5 cm groß und zeichnet sich durch vier farbige Streifen aus. Da es ein feuchtes Klima bevorzugt, haben wir eine Vorrichtung installiert, die das Aquarium dreimal täglich automatisch besprüht.

チチジマカタマイマイの展示
Ausstellung der Chichijima-Landschnecke

Die daneben abgebildete Anakata-Schnecke ist eine halbbaumbewohnende Schnecke, die in Wäldern lebt, in denen Ogasawara-Palmen und Pandanusbäume (Pflanzen, die auf den Ogasawara-Inseln endemisch sind) wachsen, und dabei den Raum zwischen den Bäumen und dem Boden nutzt.

Die Anakata-Schnecke ist ebenfalls auf den Ogasawara-Inseln endemisch, aber tatsächlich wurden auf den Ogasawara-Inseln mehr als 100 Schneckenarten registriert, von denen 90 % endemisch sind.

Die Ogasawara-Inseln wurden 2011 zum Weltnaturerbe erklärt. Einer der Gründe für diese Wahl war die hohe Artenvielfalt und die geringe Aussterberate der dort vorkommenden Schnecken. Auch heute noch existieren wertvolle Populationen, und die Insel gilt als „evolutionäres Labor“, in dem man den fortlaufenden Prozess der Evolution beobachten kann.

Die wertvollen Schnecken der Ogasawara-Inseln sind jedoch derzeit stark bedroht. Ihre Bestände nehmen aufgrund der Jagd durch invasive Arten wie den Neuguinea-Planarien und die Hausratte drastisch ab. Die Umstände, wie diese Organismen auf die Inseln gelangten, sind unbekannt, doch ist es sehr wahrscheinlich, dass sie im Frachtgut von Schiffen durch menschliche Aktivitäten dorthin eingeschleppt wurden.

Seit 2017 beteiligen sich die Zoos und Aquarien der Präfektur Tokio (Ueno-Zoo, Tama-Zoo, Kasai-Rinkai-Aquarium und Inokashira-Park-Zoo) daher an vom Umweltministerium geleiteten Schutzmaßnahmen für die Ogasawara-Schnecke. Weitere Informationen zu diesen Maßnahmen finden Sie im Leitfaden für Naturschutzaktivitäten „Schneckenparadies“.

Zusätzlich zu den Aufklärungskampagnen in Form von Ausstellungen züchtet und hält der Zoo von Ueno auch Schnecken als Reserve für den Fall, dass die Anzahl der Schnecken in freier Wildbahn oder in anderen Zuchtanlagen zurückgeht.

An den Gehäusen der ausgestellten Chichijima-Landschnecken sind kleine Nummern angebracht. So lässt sich die Abstammung jeder einzelnen Schnecke nachvollziehen und sie identifizieren, um die genetische Vielfalt während der Zucht zu erhalten. Die ausgestellten Chichijima-Landschnecken haben die Fortpflanzung bereits abgeschlossen, und die nächste Generation wird in einer Anlage hinter dem Gehege sorgfältig aufgezogen.

裏側で育成中の次世代のチチジマカタマイマイたち
Hinter den Kulissen wird die nächste Generation der Chichijima-Landschnecken aufgezogen.

貴重な自然が残る小笠原諸島の象徴ともいえるマイマイたちをぜひ見に来てください。

〔上野動物園飼育展示課 は虫類館飼育展示係〕

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