Zur Zucht der weißen Oryx
30. Oktober 2026
Stand 30. Oktober 2026 beherbergt das "Savannengebiet" im Tama Zoological Park insgesamt vier Tierarten: 15 Giraffen, 2 Grevyzebras, 7 weiße Oryxantilopen und 12 rosa Pelikane.
Die weiße Oryxantilope, die wir Ihnen heute vorstellen, ist ein Säugetier, das in der Sahelzone lebt, die sich von Osten nach Westen über den afrikanischen Kontinent erstreckt. Charakteristisch für sie sind ihre zwei säbelförmigen Hörner. Sie ist ein äußerst hitze- und dürreresistentes Tier und kann mehrere Wochen ohne Wasser überleben.
Die Weiße Oryxantilope, die extrem widerstandsfähig gegen Dürre und Hitze ist, war einst in freier Wildbahn ausgestorben. Übermäßige Jagd und die Zerstörung ihres Lebensraums dezimierten ihren Bestand, und sie verschwand zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert aus vielen Ländern. Daraufhin erklärte die IUCN sie im Jahr 2000 für in freier Wildbahn ausgestorben. 2008 wurde jedoch ein Wiederansiedlungsprogramm gestartet, und 2016 wurden sie im Wadi Limeh-Wadi Asim Wildlife Sanctuary im Tschad wiederangesiedelt, wo sie sich erfolgreich fortgepflanzt haben. Dank dieser Bemühungen wurde ihre Einstufung auf der Roten Liste der IUCN von „In freier Wildbahn ausgestorben“ auf „Stark gefährdet“ verbessert.
Seit 2015 züchtet der Tama Zoological Park keine weißen Oryxantilopen mehr, da das Savannengehege renoviert wurde und Bedenken hinsichtlich der Blutlinie bestehen.
Anschließend wurde im April 2025 das Gehege für Zebras und Oryxantilopen fertiggestellt, und im Februar 2026 wurde „Hutt“, das männliche Oryxantilopentier mit der höchsten Zuchtpriorität in Japan, aus dem Zoo von Hamura geholt, wodurch erneut ein Umfeld für die Zucht von weißen Oryxantilopen geschaffen wurde.
Am 9. September 2026 führten wir unsere erste Paarung durch. Das Weibchen heißt Sakura, ist mit 12 Jahren das jüngste und hat noch nie Junge bekommen. Um eine Eins-zu-eins-Paarung zu gewährleisten, trennten wir Sakura zunächst von der Gruppe der Weibchen und setzten sie dann in dasselbe Gehege wie Hat.
Der erste Kontakt zwischen Hat und Sakura schien vielversprechend: Sie beschnupperten sich, und Hat zeigte sogar das Flehmen. Doch dann griff Sakura mit ihren Hörnern an, woraufhin Hat sie verfolgte, während sie zu fliehen versuchte. Die hohen Temperaturen mögen dazu beigetragen haben, aber Sakura begann allmählich mit offenem Mund zu atmen und zu sabbern. Da wir davon ausgingen, dass ein weiteres Vorgehen Sakuras Gesundheit schaden würde, beendeten wir die erste Paarungssitzung.
Der zweite Versuch, ein Paar zusammenzubringen, war für den 7. Oktober geplant, aber Sakura geriet in Panik, als wir sie trennten, sodass wir den Versuch abbrechen mussten, bevor es zu einer Paarung kommen konnte.
Wir werden auch in Zukunft die Verpaarungen fortsetzen und dabei andere Methoden ausprobieren, wie zum Beispiel Hutt in die weibliche Gruppe zu integrieren. Das gesamte Savannengebiet-Team wird zusammenarbeiten, um eine erfolgreiche Zucht zu gewährleisten, damit wir nächstes Jahr weiße Oryx-Babys sehen können.
[Okada, Abteilung Tierpflege und Ausstellung, Nordgarten, Zoologischer Park Tama]

