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Veranstaltungen
Physikalische Messungen des japanischen Riesensalamanders
└─2014/07/25

Im Amphibien- und Reptilienhaus (Vivarium) des Zoos von Ueno wurden am 14. Juli 2014 physische Messungen an einem Riesensalamander vorgenommen.

Der Japanische Riesensalamander ist ein in Japan endemisches Tier und als besonderes Naturdenkmal ausgewiesen. Er ist der größte Amphibie der Welt.

Wir messen die Riesensalamander regelmäßig, um ihren Gesundheitszustand zu überwachen. Doch wie fangen wir diese scheuen Tiere? Die Tierpfleger ziehen Wathosen an und steigen direkt ins Becken. Mithilfe einer Thunfischtrage, die sie sich vom Kasai Rinkai Aquarium ausgeliehen haben, fangen sie jeweils zwei gemeinsam. Normalerweise verharren diese nachtaktiven Tiere tagsüber regungslos, doch an diesem Tag schienen sie zu spüren, dass etwas anders war, und bewegten sich viel.

Der gefangene Riesensalamander wird auf eine Trage gelegt und einem Messteam übergeben, das außerhalb des Beckens wartet. Dort werden schnell sein Gewicht, seine Gesamtlänge (von der Schnauze bis zur Schwanzspitze) und seine Kopf-Rumpf-Länge (von der Schnauze bis zur Kloake) gemessen, und er wird anschließend wieder ins Becken gesetzt.

Zur Messung der Gesamtlänge verwenden sie ein von den Tierpflegern handgefertigtes Messinstrument, das im Vivarium seit Generationen weitergegeben wird. Die Messung des Körpers des Riesensalamanders ist ohnehin schon schwierig, da er von schleimigem Schleim bedeckt ist. Noch schwieriger wird es jedoch, wenn er bei Gefahr einen weißen Schleim absondert. Dieser weiße Schleim verströmt zudem einen einzigartigen und unbeschreiblichen Geruch. Es gibt die Theorie, dass der Name „Riesensalamander“ daher rührt, dass dieser Geruch an japanischen Pfeffer erinnert. Riecht man ihn jedoch tatsächlich, ähnelt er überhaupt nicht japanischem Pfeffer, sondern lässt sich nur als „der Geruch eines Riesensalamanders“ beschreiben.

Nach einigem Aufwand konnten die Körpermaße aller drei Tiere in Gefangenschaft innerhalb von etwa 30 Minuten erfolgreich erfasst werden. Das größte Tier wog 13 kg und war 115 cm lang, das kleinste wog 6,5 kg und war 85 cm lang. Alle drei waren seit der letzten Messung gewachsen, was die zuständige Person sichtlich erleichterte.

Foto oben: Verwendung einer Thunfischtrage zum Herausnehmen eines Riesensalamanders aus einem Aquarium.
Foto unten: Körpermaße, die beim Festhalten eines schleimigen Körpers genommen wurden.

[Mayu Kawasaki, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Amphibien- und Reptilienhaus, Zoo Ueno]

(25. Juli 2014)



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