Die Panda-Dame Shin Shin aus dem Ueno-Zoo hat am 12. Juni 2017 ein Junges zur Welt gebracht (Mitteilung). Mutter Shin Shin kümmert sich rührend um ihr Junges, und beide sind wohlauf. In freier Wildbahn fressen und trinken Panda-Mütter nach der Geburt eine Zeitlang nicht, doch Shin Shins Gesundheit wird sorgfältig überwacht und ihre Ernährung entsprechend angepasst. Sie frisst bereits Bambusgras und Bambusblätter.
Bis jetzt hatte Shinshin Bambussprossen gefressen, aber keine Bambusblätter. Am 18. Juni um 15:32 Uhr biss sie jedoch in ein Blatt des Sasa veitchii, und am darauffolgenden Tag, dem 19. Juni, aß sie noch etwas mehr davon, die wir ihr dann zusammen mit Bambussprossen gaben. Sie frisst immer noch nicht viel Bambusblätter, aber am 19. Juni gegen 14:22 Uhr beobachteten wir, wie sie ein Blatt einer anderen Bambusart aß.
[Video] Shinshins Appetit kehrt allmählich zurück, und man sieht sie Bambusblätter essen (Aufgenommen gegen 14:20 Uhr am 19. Juni 2017)
Shin Shin wurde am 16. Juni zum ersten Mal beim Urinieren beobachtet und seitdem mehrmals. Außerdem wurde sie am 19. Juni gegen 21 Uhr und am 20. Juni gegen Mittag beim Kotabsetzen beobachtet. Riesenpandas fasten normalerweise nach der Geburt und nehmen kein Wasser zu sich, um ihre Jungen zu versorgen. Shin Shin nimmt nun jedoch allmählich sowohl Wasser als auch feste Nahrung zu sich. Da es nicht ratsam ist, sie zu schnell zu füttern, beginnen wir mit Blättern, um die Stabilisierung ihres Verdauungssystems und ihres Nährstoffbedarfs zu berücksichtigen.
Zwischen gestern, dem 19. Juni, und heute Morgen, dem 20. Juni, wurden etwa 20 Fütterungen beobachtet. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber den zuvor beobachteten rund 10 Fütterungen pro Tag. Darüber hinaus hat sich die Dauer jeder Fütterung von 15 Sekunden auf etwa 6 Minuten verlängert.
[Video] Panda-Junges geboren am 12. Juni 2017. Ein schwaches, dunkles Muster ist erkennbar. Fotografiert gegen 22:20 Uhr am 19. Juni 2017.
Die Ohren und die Augenpartie des Babys sind noch dunkler geworden, und auf seinem Rücken ist nun ein schwacher schwarzer Streifen zu erkennen. Wenn es ängstlich ist, schreit es, aber im Video gibt es deutlich ruhigere Laute von sich. Das Baby ist jetzt über eine Woche alt, und wir werden es weiterhin aufmerksam beobachten.
*Bei den im Text erwähnten „Bambussprossen“ handelt es sich nicht um Bambussprossen, die von Menschen gegessen werden, sondern um Bambusarten, die noch keine Blätter gebildet haben und sich in einem unreifen Wachstumsstadium befinden.