Der Ueno-Zoo blickt auf eine lange Geschichte zurück, hat aber insbesondere in den letzten 10 Jahren große Erfolge bei der Erhaltung seltener japanischer Wildtiere erzielt.
Zunächst einmal wurden stetige Fortschritte beim Schutz des Alpenschneehuhns erzielt. Angefangen mit den Bemühungen des Ueno-Zoos im Jahr 2008, Eier des nahe verwandten Spitzbergen-Schneehuhns, die aus Norwegen importiert worden waren, künstlich auszubrüten und aufzuziehen, arbeitete der Zoo mit dem Umweltministerium, anderen japanischen Zoos und Forschungseinrichtungen zusammen, die sich mit dem Schutz der Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen befassen. 2015 begannen sie, in freier Wildbahn gesammelte Eier künstlich auszubrüten und aufzuziehen und die Tiere sogar in Gefangenschaft zu züchten. Sieben Jahre sind seitdem vergangen, und die Technologie für die Zucht in Gefangenschaft ist nahezu ausgereift.
Aktuell stellen sie sich neuen Herausforderungen, wie der Entwicklung von Technologien zur Auswilderung von in Gefangenschaft aufgezogenen Schneehühnern. Insbesondere der Zoo Ueno leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Technologien, die für den Genaustausch zwischen wilden und in Gefangenschaft gehaltenen Schneehühnern notwendig sind, beispielsweise die Konservierung und der Transport von Sperma bei niedrigen Temperaturen. Dabei experimentiert und optimiert er seine Methoden kontinuierlich.
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| Alpenschneehuhn (Männchen im Winterkleid) | Alpenschneehuhn (Männchen im Sommerkleid) |
Zu den seltenen Wildtieren der Ogasawara-Inseln zählen die Japanische Waldtaube und die Anakata-Schnecke. Neben Zuchtbemühungen engagieren wir uns auch in der Aufklärungsarbeit durch regelmäßige Vorträge und Ausstellungen lebender Exemplare in Kombination mit Informationstafeln, um die Bedeutung des Naturschutzes einem breiten Publikum zu vermitteln.
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| Japanische Ringeltaube | Vortrag über die Rotkopftaube auf den Ogasawara-Inseln |
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| Anakata-Schnecke | Im Amphibien- und Reptilienhaus kann man Schnecken wie die Anakata-Schnecke sehen. Ein Bereich, in dem seltene Kreaturen ausgestellt und erklärt werden. |
Die Ogasawara-Inseln gehören zu Tokio, und es ist eine natürliche Verantwortung der Tokioter Zoos, die seltenen Tiere der Ogasawara-Inseln zu schützen. Auf den Ogasawara-Inseln ist der Bonin-Grünfink derzeit einer der Vögel, die dringend neuen Schutz benötigen.
Der Ogasawara-Grünfink gilt als eine der am stärksten vom Aussterben bedrohten Vogelarten Japans, und es sind dringend Maßnahmen zu seinem Schutz erforderlich. Der Zoo von Ueno, der eine Schlüsselrolle in den Naturschutzbemühungen spielt, arbeitet eng mit den Inselbewohnern zusammen, die sich der Zucht und Aufzucht der Vögel auf den Ogasawara-Inseln widmen. Er berät sie mit seinem Wissen aus der Aufzucht nahe verwandter Arten wie dem Orientalischen Grünfink, um das Aussterben des Ogasawara-Grünfinks zu verhindern.
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Der Ogasawara-Grünfink, endemisch auf den Ogasawara-Inseln. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Islands Care, einem eingetragenen Verein) | Orientalischer Grünfink im Zoo von Ueno (Unterart: Orientalischer Grünfink) |
Der Naturschutz wird nie enden. Der Zoo von Ueno wird auch weiterhin Schritt für Schritt in Zusammenarbeit mit vielen Menschen daran arbeiten.
[Yasumasa Tomita, stellvertretender Direktor und Leiter der Abteilung Tierpflege und Ausstellung, Zoo Ueno]
(1. August 2022)