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Der Tama Zoological Park beherbergt eine Gruppe Roter Riesenkängurus. Am Abend des 19. Januar 2008 konnte ich die Geburt eines Kängurus miterleben – ein seltenes Ereignis!
An diesem Tag, gegen 16:30 Uhr, etwas später als sonst, öffneten wir die Türen zum Känguru-Gehege, um die Tiere hineinzubringen. Drei von ihnen wollten jedoch nicht hinein. Da dies häufiger vorkam, holten wir sie selbst und fanden das Weibchen Misaki zusammengerollt vor.
Aus Erfahrung weiß ich, dass Kängurus diese Haltung oft einnehmen, wenn es ihnen nicht gut geht. Als ich mich besorgt näherte, bemerkte ich, dass sie ihre Genitalien und die Gegend um ihren Beutel leckte. „Könnte sie etwa gebären?“ Bei Kängurus beträgt die Tragzeit angeblich etwa einen Monat, aber da die Einnistung verzögert sein kann, lässt sich der genaue Zeitpunkt der Befruchtung derzeit nicht bestimmen.
Unabhängig davon, ob es sich um eine Geburt handelte oder nicht, beobachtete ich weiter und dachte Dinge wie: „Ich habe gehört, dass sie die Stelle zwischen Vulva und Hodensack lecken, um einen Weg zu schaffen, damit das Baby sich nicht verirrt, wenn es zum Hodensack hochklettert“, und „Aber trotzdem leckt sie eine ziemlich große Fläche ab.“
Dann durchfuhr mich ein Krampf in beiden Beinen, die ich gerade ausgestreckt hatte. Ich fragte mich, ob es Wehen waren, als plötzlich der Kopf des Babys aus meiner Scheide kam, zur Fruchthöhle rannte und zu rufen schien: „Er ist draußen! Er ist hochgeklettert! Er hat sich eingegraben!!“ Und in etwa zehn Sekunden war er in der Fruchthöhle verschwunden.
Das Zusammenrollen und Anlegen der Genitalien an den Beutel verkürzt den Weg, den das Baby zurücklegen muss. Man vermutet, dass die Mutter so den Körper des Babys ableckt, um einen Weg für die Fortbewegung zu schaffen und gleichzeitig dessen Sicherheit zu gewährleisten. Das Baby wird voraussichtlich Ende Juli aus dem Beutel kommen.
*Zum Thema „verzögerte Einnistung“: Kängurus paaren sich unmittelbar nach der Geburt. Auch Misaki wurde bei der Paarung am Tag nach der Geburt beobachtet. Das Junge wandert direkt nach der Geburt in den Beutel und verbringt dort sechs Monate. Da die Tragzeit bei Kängurus nur einen Monat beträgt, stellt sich nach der Befruchtung und Einnistung in der Gebärmutter die Frage, ob der Beutel, in dem sich das Junge einnisten soll, noch frei ist. Daher scheint das Phänomen der verzögerten Einnistung aufzutreten. Es ist interessant zu beobachten, wie stark sich die Einnistung verzögert, doch Misakis nächste Geburt wird wohl nicht ohne Weiteres miterleben.
[Junichi Asami, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Südgarten, Tama Zoologischer Park]
(9. Februar 2008)
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