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Veranstaltungen
Tapire? – Neuigkeiten zu den Malaiischen Tapiren „Liza“ und „Sako“
└─31.10.2008

Vor zehn Monaten, im Dezember des vergangenen Jahres (2007), wurde Sako, ein Malaiischer Tapir, geboren. Mit zehn Monaten wirkt sie noch wie ein Baby, aber Tapire wachsen sehr schnell, und sie ist bereits etwa zwei Drittel so groß wie ihre Mutter Liza.

Obwohl wir ihn in letzter Zeit nicht gewogen haben, wog er bei der Geburt 8,35 Kilogramm und wir schätzen sein jetziges Gewicht auf etwa 150 Kilogramm. Trotz seiner Größe scheint er aber immer noch sehr an seiner Mutter zu hängen, und wir sehen ihn manchmal schlafend an ihrer Brust.

Es wird jedoch Zeit, dass wir über eine Trennung von Mutter und Kind nachdenken. Dan, der letztes Kind geboren wurde, ist ein Junge, daher haben wir beschlossen, ihn von seiner Mutter zu trennen und ihn vor seinem ersten Geburtstag in einem separaten Zimmer aufzuziehen. Sako ist ein Mädchen, deshalb dachte ich, es wäre in Ordnung, wenn sie auch nach ihrem ersten Geburtstag bei ihrer Mutter bliebe. Allerdings ergab sich ein räumliches Problem: Das Schlafzimmer ist zu klein.

Als wir Liza und Dan trennten, hallten Dans herzzerreißende Schreie durch das Tapirgehege. Der Gedanke, diesen Schrei wieder hören zu müssen, lastet schwer auf mir, aber es ist etwas, das wir im Interesse der Zukunft der Tapire tun müssen.

Malaiische Tapire verbringen den Großteil des Tages mit Schlafen. Ich wünschte, ich könnte euch mehr von ihnen in Bewegung zeigen, aber ich habe noch keine gute Möglichkeit dafür gefunden, und das tut mir jeden Tag leid.

Liza und Sako schlafen normalerweise in einer Ecke des Innengeheges, wenn der Zoo geöffnet ist. Seit Mitte September dieses Jahres verbringen sie jedoch deutlich mehr Zeit im Becken. Früher blieben sie nur etwa 30 Minuten im Wasser, bevor sie wieder herauskamen, jetzt aber verbringen sie manchmal fast den ganzen Tag, von morgens bis abends. Das ist das erste Mal seit der Eröffnung des Geheges für die Malaiischen Tapire im Jahr 2000, dass sie so viel Zeit im Wasser verbringen.

Die beiden tauchen gemeinsam ab, blubbern dabei und kommen erst nach einer Weile wieder hoch. Sie bleiben so lange unter Wasser, dass man sich schon fragt: „Geht es ihnen gut?“, als sie plötzlich ihre Köpfe auftauchen und wieder abtauchen. Es sieht aus, als würden sie unter Wasser halb schlafen. Warum bleiben sie so lange im Wasser? Bei der Hitze müssten sie doch schon seit Juli oder August im Wasser sein. Wollen sie vielleicht den Fliegen ausweichen, die im Herbst so häufig sind? – Wir kennen den wahren Grund nicht.

Es ist jedoch bei unseren Besuchern sehr beliebt. Manche werfen einen kurzen Blick darauf und fragen: „Ist das ein Nilpferd?“ Andere erkennen erst, dass es sich um einen Tapir handelt, wenn sie die Informationstafel oder das Gesicht des Tapirs betrachten.

Für Kinder im Kindergartenalter befindet sich die Wasseroberfläche genau auf Augenhöhe, sodass sie es genießen, nach oben und unten ins Wasser zu schauen. Tatsächlich können sogar Erwachsene eine andere Perspektive genießen, wenn sie sich hinhocken.

Tapire koten fast immer, wenn sie ins Wasser gehen. Natürlich tun sie das auch an Land, aber im Wasser eben deutlich häufiger. Man vermutet, dass dieses Verhalten mit ihrem Lebensraum zusammenhängt. Liza und Sako koten beispielsweise immer, wenn sie ins Becken gehen. Bleiben sie deshalb den ganzen Tag darin, verfärbt sich das Wasser schnell braun. Der Tierpfleger freut sich zwar, die Tapire beobachten zu können, hat aber andererseits alle Hände voll zu tun mit dem Reinigen des Beckens. – Na ja, dann muss ich wohl heute wieder mit dem Beckenputzen anfangen.

Foto oben: Mutter und Tochter betreten gemeinsam den Pool (Liza im Vordergrund, Sako im Hintergrund).
Foto unten: Liza beim Tauchen

[Masakazu Ikoma, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Südgarten, Tama Zoologischer Park]

(31. Oktober 2008)



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