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Veranstaltungen
Zwei neue Ansätze zur Aufzucht asiatischer und afrikanischer Elefanten
└─17.02.2012

Im Tama Zoological Park werden Anstrengungen unternommen, das Gesundheitsmanagement asiatischer und afrikanischer Elefanten zu verbessern, unter anderem durch optimierte Fütterungsmethoden. Schauen wir uns diese Bemühungen genauer an.

◎ Asiatischer Elefant „Anura“ macht Dehnübungen

Anura, ein Asiatischer Elefant, ist derzeit 58 Jahre alt und damit der älteste männliche Elefant Japans. Wilde Asiatische Elefanten leben in Wäldern und ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Baumkronen; Gras am Boden nutzen sie nur ergänzend. Anura hingegen, der mit etwa fünf Jahren in den Tama-Zoo kam, frisst sein Futter seit jeher entweder am Boden oder in der Höhe seiner Pfleger. Er hatte also nie die Möglichkeit, seinen Rüssel oder Kopf zum Fressen zu heben. Dieses Fressverhalten hat Anura über 50 Jahre lang beibehalten.

In den letzten Jahren haben einige Zoos in Europa, den USA und Japan eine Fütterungsmethode für Elefanten eingeführt, bei der Heu und andere Gräser in aus Seilen geflochtene Netze gefüllt und hoch über den Köpfen der Tiere aufgehängt werden. So können die Elefanten mit ihren erhobenen Rüsseln das Gras durch die Maschen picken. Dies ahmt nicht nur den natürlichen Fressinstinkt der Elefanten nach, sondern stärkt durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Kopfes auch die Muskulatur in Rüssel, Hals und Vorderbeinen und trägt somit zu ihrer allgemeinen Gesundheit bei.

Auf Anraten von A. Rookcroft, einem auf Elefantenpflege spezialisierten Berater, entwickelten die Tierpfleger gemeinsam Ideen und beschlossen, die Elefanten nachmittags von einem etwa 5 Meter hohen „Aussichtsturm“ aus zu füttern.

Bis jetzt hätte Anura einfach das Essen vom Boden aufgehoben, das man ihr zugeworfen hätte, aber jetzt muss sie ihren Kopf so hoch wie möglich heben und ihre Nase noch weiter strecken, um an ihr Lieblingsbrot und ihre Bananen zu gelangen.

Anuras Leben hat sich komplett verändert – vom Blick nach unten zum Blick nach oben – und das scheint eine ziemliche Herausforderung für sie zu sein. Sie kann ihre Nase nur etwa eine Minute lang hochhalten, aber nachdem sie sie wieder senkt und das Essen, das sie sich in die Wangen gestopft hat, kaut, versucht sie es erneut, macht eine Pause und versucht es wieder. Diese weniger als zehnminütige Nackenübung gehört für sie zum Alltag. Wenn sie damit ihre Gesundheit erhalten kann, wird Anura noch lange fit und leistungsfähig sein!

[Koji Yamakawa, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Südgarten, Tama Zoologischer Park]

◎Die Ernährung afrikanischer Elefanten

Die afrikanischen Elefanten Chiki und Ako im Tama Zoological Park befinden sich derzeit auf Diät. Übergewicht belastet verschiedene Körperteile, darunter Herz und Beine, und kann zu Krankheiten führen. Insbesondere Beinprobleme können für große Tiere wie Elefanten lebensbedrohlich sein. Daher haben wir beschlossen, drei Maßnahmen zur Bekämpfung von Übergewicht umzusetzen.

Die erste Änderung betrifft die Futtermenge. Bisher erhielten die Elefanten etwa 100 Kilogramm Futter, darunter Heu, Gras, Zweige, Früchte wie Äpfel, Orangen und Bananen, Gemüse wie Karotten und Süßkartoffeln sowie Pellets (Festfutter). Da ihre Lieblingsfrüchte jedoch sehr kalorienreich sind, reduzieren wir die Futtermenge schrittweise, um eine optimale Körperkondition zu erreichen. Dies erfordert Zeit und Geduld, daher gehen wir behutsam vor und beobachten den Zustand der Elefanten genau.

Die zweite Verbesserung betrifft die Fütterungsmethode. Das Futter wird nun höher platziert, sodass die Elefanten ihre Rüssel heben müssen, um es zu erreichen. Dieses Heben des Rüssels soll beim Abnehmen helfen. Da die Rüssel afrikanischer Elefanten jedoch sehr hoch reichen, ist das Anbringen des Futters schwierig. Sie müssen hochklettern und Bündel aus grünem Gras mit Strohschnur zusammenbinden. Ist das Futter zu hoch, geben sie auf, ist es zu niedrig, hilft es ihnen nicht beim Abnehmen. Die richtige Höhe zu finden, ist also nicht einfach. Kürzlich ist es ihnen gelungen, das Futter in der optimalen Höhe aufzuhängen, sodass beide Elefanten nun ihre Rüssel vollständig ausstrecken, um zu fressen.

Die dritte Aktivität ist das Training auf einem Sandhügel im Gehege. Dieser wird in der Regel an Tagen errichtet, an denen der Zoo geschlossen ist. Ziel ist es, die Elefanten durch das Überqueren des Hügels mehr Bewegung zu verschaffen. Wir waren anfangs skeptisch, ob das funktionieren würde, aber überraschenderweise kletterten sie recht mühelos darüber. Da sie jedoch immer wieder dieselbe Stelle benutzen, entsteht eine Art Elefantenpfad. Deshalb achten die Tierpfleger beim Bau des Hügels darauf, Form und Größe zu variieren.

Wir haben gerade erst angefangen, aber wir werden auf unsere Gesundheit achten und gleichzeitig versuchen, uns effektiv zu ernähren. Besucht Chiiki und Ako und seht ihnen beim Training zu!

[Tomoki Saito, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Nordgarten, Tama Zoologischer Park]

Foto oben: Asiatischer Elefant „Anura“
Foto: Ein afrikanischer Elefant namens „Chiki“ sucht an einem hochgelegenen Ort nach Nahrung.
Foto unten: „Cheeky“ und Diet Mountain

(17. Februar 2012)



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