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Veranstaltungen
Eine neue japanische Waldtaube ist im Zoo eingetroffen.
└─12.04.2013

Die Rotkopf-Waldtaube ist eine von drei Unterarten der Waldtaube und kommt weltweit nur auf Teilen der Ogasawara-Inseln vor. Sie bevorzugt Wälder, lebt ruhig in schattigen Waldgebieten, und vieles über ihre Brutökologie ist noch unbekannt.

Der Tama Zoological Park begann 2007 mit der Haltung dieser Vögel und zog im Februar 2012 ein Männchen und drei Weibchen auf. Die drei waren Geschwister und stammten von denselben Eltern ab. Da sie über eine wertvolle Blutlinie innerhalb der Rotkopftauben-Linie verfügten, bestanden große Hoffnungen auf ihren Bruterfolg.

Deshalb haben wir neue Tiere aus dem Zoo von Ueno als potenzielle Partner für diese drei Vögel hinzugezogen. Die neuen Tiere bestehen aus zwei Männchen, geboren 2011, und einem Weibchen, geboren 2010.
Da wir wollten, dass die Vögel sich nach Möglichkeit ihre Partner selbst aussuchen, setzten wir die drei Vögel aus dem Tama Zoo und die drei neu angekommenen Vögel in einen großen Käfig, der mit einer Videokamera ausgestattet war, in einem Gruppen-„Kennenlern- und Begrüßungs“-Format und ließen sie auf das Kommando „Drei“ zusammenkommen.

Ich hatte gehört, dass Tauben schnell merken, wenn sie sich nicht verstehen. Deshalb bereitete ich einen Quarantänekäfig vor und beobachtete sie per Video, um sie sofort zu trennen, falls ich Kämpfe beobachten sollte. Nach ein paar Tagen bemerkte ich erste Aktivität. Die weibliche Taube aus Tama, „Akamidori“, trug Nistmaterial. Eine andere Taube, deren Individuum auf dem Video nicht identifiziert werden konnte, trug ebenfalls Nistmaterial. Ich dachte: „Sie sind ein Paar!“ Falls sie tatsächlich ein Paar waren, plante ich, die andere Taube so schnell wie möglich in einen separaten Käfig zu setzen und die beiden weiter brüten zu lassen. Daher beobachtete ich sie aufmerksam auf dem Video.

Es stellte sich jedoch heraus, dass der andere Vogel, der mit ihr nistete, ihre ältere Schwester „Akaki“ war. Unter diesen Umständen würden leider keine Küken schlüpfen. Es tat mir leid, die beiden Vögel zu trennen, die sich so gut zu verstehen schienen, aber ich wollte, dass Akaki einen passenden Partner findet, also trennte ich sie.

Sie haben es immer noch nicht geschafft, ein Paar zu bilden. Die Rotkopftaube ist ein sehr gelassener Vogel, deshalb möchte ich abwarten und sehen, wie sie in ihrem eigenen Tempo einen Partner finden.

Die Rotkopftaube ist im Kükenaufzuchtgehege zu sehen. Aufgrund der Käfigkonstruktion kann man nur einen Teil der Tauben sehen, aber kommen Sie doch vorbei und bewundern Sie diese wunderschönen Tiere.

Foto oben: Japanische Ringeltaube
Foto unten: Drei neue Vögel, die im Zoo angekommen sind.

[Junko Ishii, Zentrum für Wildtierschutz, Zoologischer Park Tama]

(12. April 2013)



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