Dieses Mal stellen wir Ihnen „Sui“ vor, die am 1. März aus der Schweiz im Tama Zoological Park ankam.
Wölfe sind sehr scheue, sensible und intelligente Tiere. Wenn sie beispielsweise eine unangenehme Erfahrung machen und Misstrauen gegenüber einem Ort oder Menschen entwickeln, gestaltet sich ihre weitere Pflege und Haltung schwierig. Daher haben wir uns bemüht, sie schrittweise an ihre Umgebung und die zuständigen Personen zu gewöhnen.
Zuallererst legten wir Wert darauf, dem Tier ausreichend Futter und Ruhe zu geben, damit es sich von der langen Reise aus der Schweiz erholen konnte. Anfangs war es misstrauisch gegenüber dem Futter auf dem Boden und fraß vorsichtig, begann aber nach und nach das Fleisch zu fressen, das ihm der Tierpfleger mit einer Zange anbot.
Anfangs knurrte Sui und wurde misstrauisch, sobald sie den Pfleger sah. Sie versteckte sich zum Ausruhen unter der Treppe im Haus und zeigte deutliche Anzeichen von Unruhe. Nach etwa einer Woche ruhte sie sich jedoch vor dem Pfleger und im Stroh aus. Während der Quarantäne lebte sie ausschließlich im Haus. Da Sui das Leben in geschlossenen Räumen nicht gewohnt war, begann sie, unerwünschte Verhaltensweisen zu zeigen, wie zum Beispiel an den Eisenstangen zu kauen und gegen die Tür zu hämmern. Deshalb versuchten wir, diese Verhaltensweisen mit Kuhknochen und anderen Leckerlis zu lindern.

Fütterung mit einer ZangeAm 13. März, nach erfolgreichem Abschluss der Quarantäne, wurde das Tier erstmals in sein Gehege entlassen. Anfangs war es der ungewohnten Umgebung und den Besuchern gegenüber misstrauisch und versteckte sich oft im Gebüsch. Nach einigen Tagen wurde Haarausfall vom Bauch bis zum unteren Rücken festgestellt. Dieser wurde auf den Stress der erneuten Anpassung an die neue Umgebung zurückgeführt.
Wenn er jetzt einen Tierpfleger sieht, kommt er angerannt und bettelt ums Spielen. Ist er dann noch aufgeregter, rennt er herum. Am 1. April, einen Monat nach seiner Ankunft im Zoo, hörten wir ihn zum ersten Mal heulen. Das war ein sehr herzerwärmender Moment, denn es zeigte, dass er seine neue Umgebung als sein Revier erkannt hatte. Sein Haarausfall hat sich auch gebessert, neues Fell wächst nach, und er gewöhnt sich allmählich an seine neue Umgebung.

Sui's HeulenVon nun an wird es in Japan heiße und feuchte Sommer geben, die sich vom Klima in der Schweiz unterscheiden. Wir werden sie weiterhin schrittweise an ihre Umgebung anpassen.
Tama Zoologischer Park Südpark, Abteilung 1 der Zuchtausstellung, Sugita].
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