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Wenn Sie den Tama Zoological Park betreten und die erste Abzweigung links nehmen, finden Sie eine Reihe von Käfigen, in denen verschiedene Vogelarten ausgestellt sind.
Eine der Ausstellungen, das Gehege für Schwarzstörche, zeigt Schwarzstörche und ihre Nachkommen sowie künstlich aufgezogene Indische Gänse und Schwanengänse.
Am 26. April 2013 schlüpften zwei Jungstörche aus dem Gehege des Japanischen Schwarzstorchs. Die Eltern waren ein erfahrenes Paar, das schon viele Jungtiere aufgezogen hatte, sodass wir ihnen bei der natürlichen Aufzucht der Kleinen ohne Bedenken zusehen konnten. Trotz ihrer Erfahrung verhielten sich die Jungstörche nach dem Schlüpfen jedoch sehr aggressiv gegenüber den Pflegern und griffen sie sogar an, als wir das Gehege betraten, um sie zu füttern.
Etwa zur gleichen Zeit schlüpften sieben Küken der Schwanengans und der Indischen Gans, die im benachbarten Aufzuchtkasten künstlich bebrütet wurden, und wuchsen rasch. Bei sieben so schnell wachsenden Gänseküken in einem so kleinen Käfig war es unvermeidlich, dass sie zu wenig Bewegung bekamen.
Wir beschlossen also, diese sieben Vögel in der größten Schwarzstorchanlage der Gegend zusammenzubringen. Wir hatten gehört, dass sie sich nicht großartig stören würden, wenn sie verschiedenen Arten angehörten. Da wir aber vorbereitet sein wollten, sie im Falle eines Angriffs der Schwarzstörche sofort trennen zu können, beobachteten wir sie eine Weile, nachdem sie zusammengebracht worden waren. Zu unserer Überraschung schienen sie sich überhaupt nicht zu stören.
Schwarzstörche nisten in Bäumen und ernähren sich hauptsächlich von tierischer Nahrung wie Fischen und Wasserorganismen. Gänse hingegen leben an Land oder im Wasser und fressen vorwiegend Pflanzen wie Gras. Obwohl sie nahe beieinander lebten, handelte es sich um unterschiedliche Arten mit verschiedenen Lebensweisen, sodass es offenbar keine Konflikte zwischen ihnen gab.
Die beiden Storchenküken, die auf der Nistplattform aufgezogen wurden, sind bis zum 3. Juli flügge geworden, und nun kann man alle drei Arten manchmal gemeinsam an der Wasserstelle beobachten... Verpassen Sie dieses zeitlich begrenzte Zusammenleben nicht, bis die Gänse etwas größer sind!
Foto oben: Drei verschiedene Kükenarten leben zusammen Auf dem Foto: Indische Gans (im Hintergrund) und Schwanengans (im Vordergrund). Foto unten: Ein frisch flügge gewordenes Schwarzstorchküken und seine Eltern.
[Junko Ishii, Zentrum für Wildtierschutz, Zoologischer Park Tama]
(9. August 2013)
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