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Im Tama Zoological Park leben drei Asiatische Elefanten: Anura (männlich, 61 Jahre alt), Amara (weiblich, 9 Jahre alt) und Vidura (männlich, 6 Jahre alt).
Die Tierpfleger gehen abends nach Feierabend nach Hause, und die Elefanten verbringen die Nacht allein. Ihr Verhalten wird nachts per Video aufgezeichnet und am nächsten Tag ausgewertet. Anura ist immer allein, da sie nicht mit Amara und Vidura zusammen sein kann. Amara und Vidura hingegen sind rund um die Uhr zusammen.
Elefanten schlafen drei bis sechs Stunden pro Nacht, verteilt auf mehrere kurze Nickerchen von jeweils ein bis zwei Stunden. Sie schlafen in zwei Positionen: im Liegen auf der Seite und im Dösen im Stehen. Das Dösen ist ein leichterer Schlaf als das Liegen auf der Seite und führt zu einem schläfrigen Zustand. Sie wechseln häufig zwischen dem Liegen auf der Seite und dem Drehen auf der Seite. Da Elefanten sich im Schlaf nicht umdrehen können, stehen sie auf und drehen sich, wenn sie die Seite wechseln.
Amala und Vidura, die im November 2012 aus Sri Lanka in den Zoo kamen, sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich und sehr eng verbunden. Das lässt sich an ihrem Verhalten tagsüber beobachten, wird aber noch deutlicher, wenn man sie nachts beobachtet. Nachdem sie abends in ihr Gehege gegangen sind, beginnen die beiden mit der Futtersuche. Nach einer Weile legt sich Amala als Erste hin und schläft ein. Vidura, die bis dahin gefressen hat, steht neben der schlafenden Amala, als wolle sie sie beschützen, und beugt sich manchmal sogar über sie, während sie einschlafen.
Nach etwa ein bis zwei Stunden wacht Amara auf und beginnt wieder zu essen, und Vidura gesellt sich zu ihr. Nachdem sie fertig gegessen haben, spielen die beiden miteinander, verschränken ihre Nasen und schubsen sich gegenseitig. Als sie fertig gespielt haben, legt sich Vidura hin und schläft ein, und Amara geht zu ihr, stellt sich beschützend neben sie und döst ebenfalls ein.
Wenn ein Elefant schläft, steht der andere daneben und zeigt damit seine Fürsorge. Schlafen beide Elefanten gleichzeitig, liegen sie eng beieinander, in einer Formation, die eher dem japanischen Schriftzeichen für „zwei“ als für „drei“ ähnelt. Dieser Anblick verdeutlicht, wie soziale Tiere Elefanten sind.
Übrigens, vielleicht weil Anura lange Zeit allein verbringt, bleibt sie völlig unbeeindruckt davon, wie laut die anderen beiden im Nebenzimmer sind, und geht weiterhin in ihrem eigenen Tempo auf Nahrungssuche und ruht sich aus.
Foto oben: Vidura (links) und Amara bei der Futtersuche im Gehege. Foto unten: Zwei schlafende Tiere, wie auf dem Monitorbildschirm zu sehen.
[Takuya Fujimoto, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Südgarten, Tama Zoologischer Park]
(21. März 2014)
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