Am 16. Juli 2019 brachte Oki, ein Goldtakin im Tama Zoological Park, ein männliches Junges zur Welt. Da der Vortag der Tag der Meeressäuger war, fanden wir einen Namen mit Bezug zum Meer passend und nannten ihn Hama.
Bisher hatte der Tierpfleger beobachtet, dass die Takine im Januar oder Februar Junge zur Welt brachten. Takine, die in den Bergen leben, sind sehr kälteresistent. Dennoch ist die Kälte für Neugeborene nicht unerträglich, und die ersten Tage bis zur vollen Größe erfordern besondere Aufmerksamkeit. Diesmal mussten wir uns jedoch keine Sorgen um die Kälte machen. Hama ist allerdings der erste Takin, der im Juli geboren wurde.
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| Hama schläft mit ihrer Mutter Oki, die Beine ausgestreckt (4. September 2019) | Hama klettert einen Felsen hinauf (29. September 2019) |
Am 24. Juli, im Alter von neun Tagen, ging Hama zum ersten Mal mit Oki ins Gehege. Seitdem verbringt sie dort Zeit mit den anderen Takinen. Bisher kamen die Takin-Babys immer erst im Frühjahr ins Gehege und blieben stets bei ihren Müttern, bis sie eine gewisse Größe erreicht hatten. Doch vielleicht aufgrund der wärmeren Jahreszeit schien Hama sich schon früher von ihrer Mutter zu trennen. Manchmal wurde sie auch mit ausgestreckten Beinen im Gehege schlafend beobachtet. Ich war überrascht, denn so hatte ich sie noch nie mit den anderen Takinen schlafen sehen.
Am 6. Dezember, im Alter von 144 Tagen, sahen wir zum ersten Mal die Spitzen von Hamas Hörnern zwischen seinem Fell hervorblitzen. In letzter Zeit wurde er oft dabei beobachtet, wie er mit seinem Vater Ten die Köpfe zusammenstieß, um seine Kräfte zu messen. Selbst in Hamas kindlichem Verhalten gegenüber dem größeren Ten lassen sich nun erste Anzeichen männlicher Stärke erkennen.
Mit Hamas Ankunft ist das Takin-Gehege zu einer großen Familie mit vier Männchen und fünf Weibchen angewachsen. Die Begegnung mit jedem einzelnen Takin, jeder mit seiner einzigartigen Kombination aus Geschlecht und Alter, war für die Mitarbeiter eine wertvolle und geschätzte Erfahrung.

Renoviertes GehegeDie Takine reiben ihre Körper und Hörner gern an den Stützhölzern ihres Geheges. Da so viele von ihnen ihre großen Körper daran reiben, nutzen sich selbst dicke Holzstücke mit der Zeit ab. Außerdem war das Holz, weil es ganzjährig der Witterung ausgesetzt ist, stark beschädigt. Aus diesem Grund führten wir im November Instandhaltungsarbeiten an beiden Gehegen durch. Die gesamten Stützhölzer wurden ersetzt. Da es jedoch schwierig war, viele große Holzstücke wie die zuvor verwendeten zu finden, entschieden wir uns für Bahnschwellen als neue Stützhölzer. Die Schwellen bestehen aus Hartholz und sind mit Holzschutzmitteln behandelt, wodurch sie sehr stabil sind. Um die Hufe der Takine zu schonen, vergrößerten wir außerdem die Betonfläche, sodass sich ihre Hufe beim Laufen etwas abnutzen. Die Oberfläche wurde anschließend mit einem Bambusbesen aufgeraut.
Im neu renovierten Gehege reiben die Takine wieder ihre Körper an den neuen Bahnschwellen der Stützmauer und scheinen sich dabei prächtig zu amüsieren.
[Hatsue Namaizawa, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Südgarten, Tama Zoologischer Park]
(20. Dezember 2019)