Am 16. Dezember des vergangenen Jahres (2020) wurden die Goldtakine im Tama Zoological Park, Mutter „Hoi“ (11 Jahre alt) und Tochter „Nazuna“ (3 Jahre alt), in ein neues Gehege innerhalb desselben Bereichs umgesetzt.
Der Tama-Zoo arbeitet an der Zucht von Takinen und kooperiert mit anderen Takin-Zoos in Japan, um Tiere für die Zuchtliniensicherung auszutauschen. Dadurch hat sich die Anzahl der Takine im Tama-Zoo auf neun erhöht (vier Männchen und fünf Weibchen).
Die Zucht bedrohter Tierarten ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Zoos. Wir freuen uns sehr, dass Besucher die durch diese Bemühungen gestiegene Takinpopulation in Gruppen zusammenleben sehen können.
Mit dem Anstieg der Takinpopulation entstanden jedoch neue Herausforderungen. Durch das stetige Populationswachstum wurde der Platz knapp. Es ist notwendig, den großen Takinen einen möglichst großen Schlaf- und Gehegebereich zur Verfügung zu stellen. Derzeit werden Männchen und Weibchen zur Brutkontrolle getrennt gehalten. Dies erschwert es allen Tieren, das Gehege gleichermaßen zu nutzen.
Deshalb entwickelten wir einen Plan, um das Platzproblem zu lösen. Im Takin-Gehege befindet sich ein separates Gebäude, ein Nebengehege, das sich neben dem angrenzenden Gämsengehege befindet und vom Hauptgebäude mit den Schlafräumen getrennt ist. Wir beschlossen, Hoi und Nazuna in dieses Nebengehege umzusiedeln. Da das Nebengehege längere Zeit nicht genutzt worden war, führten wir Instandhaltungsarbeiten durch, wie z. B. das Mähen des Rasens und Verbesserungen an beiden Gehegen.
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| Zwei Tiere im neuen Gehege | Hoi reibt seinen Körper am Baumstamm. | Zwei Tiere, die einen Hang hinaufgehen (Vordergrund: Nazuna, Hintergrund: Hoi) |
Am Umzugstag konnten wir die Arbeiten dank der Hilfe anderer Mitarbeiter problemlos abschließen. Hoi und Nazuna zogen von ihrem gewohnten Zuhause in eine neue Umgebung, haben sich aber inzwischen an ihre neuen Schlafplätze und das Gehege gewöhnt und leben friedlich ein.
Wenn Hoi und Nazuna im Gämsengehege sind, kann man sie vom Steg aus sehen. Das Gehege liegt höher als der Steg, man muss also nach oben schauen, um es zu sehen. Da es sich an das natürliche Gelände des Berges anpasst, ist es zudem recht steil. Die Mitarbeiter haben jedes Mal das Gefühl, einen Berg zu besteigen, wenn sie durch das Gehege gehen. Da Takine jedoch Hochgebirge bewohnen, bewegen sie sich mit ihren massigen Körpern geschickt den Hang hinauf und hinunter.
Die Gämse im Nachbargehege war die ersten Tage über die unerwartete Ankunft ihres neuen Nachbarn etwas verwirrt, hat sich aber inzwischen daran gewöhnt. Im Gehege wachsen mehrere große Sägezahneichen. Die raue Rinde der Bäume eignet sich gut zum Scheuern, und die Gämse scheint es zu genießen, sich daran zu reiben. Außerdem befindet sich etwa auf halber Höhe des Hügels ein Baumstumpf von ca. 50 cm Höhe, auf den Nazuna manchmal klettert und die Umgebung betrachtet.
Das Gehege, in das Hoi und Nazuna umgezogen sind, weist im Vergleich zum vorherigen Hauptgehege einige Besonderheiten auf. Der Anblick der beiden Takine, wie sie den steilen Hang hinaufgehen, ist wirklich beeindruckend. Dank des Umzugs scheinen die beiden Verhaltensweisen gezeigt zu haben, die wir zuvor noch nie beobachtet hatten.
[Namizawa, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Südgarten, Tama Zoologischer Park]
(19. März 2021)