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Amekens Tiefseeforschungsreisebericht, Teil 3
└─18.07.2008

◎ Begegnungen mit weißen Kreaturen, die in der Tiefsee leben

Seit meinem letzten Update sind zwei Wochen vergangen. Dies ist der dritte Teil meines Erfahrungsberichts, präsentiert von Kentaro Amemiya, auch bekannt als Ameken. In meinem letzten Bericht erwähnte ich, dass die Tiefsee, wo kein Sonnenlicht hinkommt, ein einsamer Ort mit wenigen Lebewesen ist. Doch selbst in der Tiefsee gibt es belebte Orte. Welche sind das? Diesmal tauchte der Hyper Dolphin in eine Tiefe von etwa 1.500 Metern.

Kurz nach Beginn unseres Abstiegs sahen wir auf dem Monitor etwas, das wie Felsvorsprünge am Meeresgrund aussah. Gelegentlich wirkten diese Felsvorsprünge weißlich, daher nahm ich an, dass ein Teil des Meeresgrundes aus weißem Gestein bestehen müsse. Doch im nächsten Moment begriff ich, dass es sich bei diesen weißen Gebilden um Lebewesen handelte, die auf der felsigen Oberfläche wimmelten.

Sie waren dicht an dicht an dicht an der Felswand gepackt. Und etwas quoll aus den Felsspalten empor und stieg immer höher! Als ich das sah, war ich so aufgeregt, dass ich Gänsehaut bekam.

Dieses Gebiet wird als hydrothermale Zone bezeichnet. Vereinfacht gesagt, ist es wie eine heiße Quelle, die aus dem Meeresboden sprudelt. Das hier austretende Wasser ist jedoch über 200 °C heiß. Außerdem enthält es Sulfide und andere für den Menschen giftige Substanzen. Wie können Lebewesen in einer solch lebensfeindlichen Umgebung überleben?

Zu diesen weißen Lebewesen gehören Garnelen, Krebse und Vielborster. Besonders ins Auge fiel mir dabei der Goemon-Hummer (siehe Abbildung oben).

Die Goemon-Garnele besitzt flauschige Härchen am Bauch (siehe Foto unten). Zwischen diesen Härchen siedeln sich Bakterien an, die sich von Sulfiden und anderen Nährstoffen ernähren. So nutzen viele Lebewesen in der Tiefsee Sulfide und andere Substanzen aus hydrothermalen Quellen zum Überleben. Da organische Substanz, ein Geschenk der Sonnenenergie, in der Tiefsee, nicht vorhanden ist, beziehen die Tiere ihre Energie aus hydrothermalen Quellen und anderen Energiequellen.

Nachdem ich Organismen aus einem hydrothermalen Quellgebiet berührt hatte, roch ich beiläufig an meinen Händen und dachte: „Hä?“ Sie rochen anders als sonst. Normalerweise riechen die Hände nach dem Berühren von Meerestieren nach Küste. Aber der Geruch an diesem Tag war … der Geruch einer heißen Quelle, der Geruch von Schwefel! Im Nachhinein ergibt es Sinn, da der Geruch von hydrothermalen Quellen mit Sulfiden stammte, aber damals kam er mir seltsam vor.

Nächstes Mal folgt der letzte Teil des Erfahrungsberichts. Ich werde ein weiteres Ziel dieser Untersuchung vorstellen.

Foto oben: Vollgepackt mit Goemon-Garnelen!
Foto unten: Goemon-Garnele. Sie nutzt die an ihren Seiten sichtbaren Haare, um Bakterien zu vermehren.

Bericht, Teil 1
Bericht, Teil 2

[Kentaro Amemiya, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Kasai Rinkai Aquarium]

(18. Juli 2008)



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