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Giftige Kreaturen (10) Der Doktorfisch besitzt mehr als eine Waffe
└─2010/10/22

Das Hauptverbreitungsgebiet des Doktorfisches liegt im südlichen Japan, es gibt aber auch Sichtungen aus Taiwan und Hongkong. Man findet sie in flachen, felsigen Gebieten. Jungtiere leben einzelgängerisch, während ausgewachsene Exemplare Schwärme bilden und bis zu 50 Zentimeter lang werden können.

Ausgewachsene Fische sind leicht an den vier bis fünf schwarzen Flecken am Schwanzansatz zu erkennen. Jeder dieser Flecken trägt einen einzelnen Stachel (eine plattenartige Ausstülpung), drei bis vier auf jeder Seite. Diese Stacheln sind scharf und dienen den Fischen als Waffen im Kampf mit anderen Fischen oder zur Verteidigung gegen Feinde. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Fische nach dem Fang unachtsam anfassen, da Sie sich an diesen Stacheln schwer verletzen können. Der Schnitt soll so scharf sein wie ein Klingenschnitt und ist mit starken Schmerzen verbunden.

Diese Dornen sollen giftig sein, aber die genauen Umstände sind nicht gut erforscht.

Jüngste Forschungen haben zudem ergeben, dass die harten Stacheln an den Rücken-, After- und möglicherweise auch Bauchflossen ebenfalls giftig sind. Obwohl dieses Gift nicht besonders stark zu sein scheint, dürfte es den Fisch dennoch wirksam schützen. Ich selbst habe mehr als nur den Schmerz eines Stachels erlebt, als mich ein junger Doktorfisch stach.

Die Körperfarbe des Doktorfisches ist normalerweise einheitlich grau, aber gelegentlich kann er für einige Sekunden kunstvolle Muster auf seinem Körper zeigen.

Wenn Sie die Doktorfische im Schaubecken des „Tokyo Sea“-Bereichs im Kasai Rinkai Aquarium beobachten, werden Sie feststellen, dass die Zeichnung auf ihren Körpern eine Art Begrüßung (Signal) an andere Gruppenmitglieder zu sein scheint, obwohl die genaue Bedeutung und Funktion unbekannt sind. Wenn Sie die Gelegenheit dazu haben, schauen Sie doch einmal genauer hin.

Foto oben: Scharfe, messerartige Stacheln an der Schwanzwurzel.
Foto unten: Künstlerische Verzierungen, die gelegentlich auf dem Körper erscheinen

[Hiroshi Arai, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Kasai Rinkai Aquarium]

(22. Oktober 2010)



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