Dies ist der zweite Teil unserer Serie, in der wir erklären, wie man die Lebewesen im Gezeitenbecken des Kasai Rinkai Aquariums richtig beobachtet, und dieses Mal konzentrieren wir uns auf den „Purpurseeigel“.
・Erste Beobachtung von „Gezeitentümpeln“
Sind Käferschnecken hart oder weich?
Der Purpurseeigel (Pleurotus ostreatus) ist in den warmen Meeren von Honshu bis Kyushu verbreitet und bewohnt felsige Gebiete von der Gezeitenzone bis in Tiefen von etwa 70 Metern. Er hat einen runden, dunkelvioletten Körper mit Stacheln, die etwa so lang wie sein Körper sind. Einschließlich der Stacheln können große Exemplare einen Durchmesser von etwa 15 Zentimetern erreichen.
Betrachtet man den Körper eines violetten Seeigels genauer, erkennt man viele dünne, dunkelviolette, fadenförmige Strukturen, die zwischen seinen Stacheln hin und her schwingen. Diese werden Ambulakralfüßchen genannt, die Beine des Seeigels. Die leicht verdickte Spitze wirkt wie ein Saugnapf und ermöglicht es dem Seeigel, sich fest an Oberflächen anzuheften.
Wenn man Seeigel in Felsspalten beobachtet, sieht man sie eng aneinandergeschmiegt, ihre dicken Stacheln ausgebreitet. Normalerweise würden sich ihre Stacheln in der Öffnung der Spalte verhaken und sie am Ein- und Auskriechen hindern. Seeigel können ihre Stacheln jedoch bewegen und so ungehindert durch solche Löcher und Spalten schlüpfen.
Auf diese Weise bewegt sich der violette Seeigel mithilfe seiner vielen Saugfüßchen und Stacheln in geordneter Weise fort.
Berührt man einen violetten Seeigel geschickt, kann man die Bewegung seiner Stacheln spüren. Führt man vorsichtig einen Finger zwischen die Stacheln und achtet dabei besonders auf die Spitzen, bewegt der Seeigel seine Stacheln und berührt den Finger. Er scheint seine Stacheln, seine Waffe, einzusetzen, um einen auf Distanz zu halten.
Im Gezeitenbecken-Aquarium gilt die „Ein-Finger-Regel“: Man berührt die Tiere vorsichtig mit nur einem Finger. Diese Berührungsmethode dient nicht nur dazu, die Tiere nicht zu verletzen, sondern ist auch sehr hilfreich, um ihre individuellen Merkmale kennenzulernen.
Während der geführten Tour zum Gezeitenbecken (13:30 bis 15:00 Uhr) können Sie Seeigelgehäuse berühren. Die Stacheln sind abgefallen, aber Sie können die ordentlich angeordneten Noppen unterschiedlicher Größe erkennen. Die Stacheln sind durch einen gelenkartigen Mechanismus mit diesen Noppen verbunden und können sich dadurch frei bewegen. Wenn Sie das Gehäuse genau betrachten, erfahren Sie etwas über den Körperbau des Seeigels. Fragen Sie gerne die Mitarbeiter und vergleichen Sie die Gehäuse mit lebenden violetten Seeigeln.
Foto oben: Berühren eines Seeigels
Foto: Stacheln und Ambulakralfüßchen
Foto unten: Seeigelschale
[Emi Miura, Tierpflege- und Ausstellungsmitarbeiterin, Kasai Rinkai Aquarium]
(1. Juni 2012)