Im Becken „Tiefseetiere 1“ im Bereich „Welt der Ozeane“ des Kasai Rinkai Aquariums werden Tiefseetiere, hauptsächlich Wirbellose wie der Stacheleinsiedlerkrebs, der Vogelfuß und die Miesmuschel, ausgestellt.
Dieses Mal stellen wir den „Hornkugelfisch“ vor, der sich durch ein Paar scharfer, hornartiger Stacheln auf seinem Kopf auszeichnet.

HornkugelfischBeim Wort „Igelfisch“ denkt man vielleicht an den Kugelfisch, der sich zu einer runden Form aufbläht, aber der Horn-Igelfisch ist eine Krabbenart aus der Familie der Majidae, die hauptsächlich in der Tiefsee lebt.
Dieses Lebewesen bewohnt sandige oder schlammige Böden in Tiefen von etwa 40 bis 300 Metern. Sein Panzer ist etwa 3,5 cm lang, seine Beinspannweite beträgt rund 20 cm. Wie der Name schon sagt, ist sein Körper mit vielen Stacheln bedeckt und rötlich gefärbt. Während es an hellen Stellen gut sichtbar ist, wird die rote Farbe von der Meeresoberfläche absorbiert, wodurch es in der Tiefsee dunkel und unauffällig erscheint. Für Tiefseetiere ist die rote Färbung daher ein Schutz vor Fressfeinden.
Im Aquarium hatten wir die Gelegenheit, auf einem Hochseefischerboot mitzufahren und die gesammelten Fänge zu besichtigen.
In diesem Artikel können Sie sehen, wie es war.
Viele Tiefseetiere werden beim Hochholen an die Oberfläche durch den veränderten Wasserdruck und Fischernetze geschwächt und verletzt, Krebstiere hingegen gelten als relativ robuster als Fische. Auch der Kugelfisch scheint unempfindlich gegenüber Druckveränderungen zu sein und beginnt wenige Tage nach seiner Ankunft im Aquarium eifrig zu fressen.
Manche Krabbenarten sind aggressiv, daher ist Vorsicht geboten, wenn man sie mit anderen Tieren vergesellschaftet. Der Kugelfisch hingegen verhält sich meist ruhig, klammert sich an den Untergrund oder die Wände und greift andere Tiere nur selten an, weshalb er sich gut mit einer Vielzahl anderer Organismen vergesellschaften lässt.
Wenn sie hingegen Nahrung entdecken, schnappen sie sich diese mit beiden Krallen in einer Geschwindigkeit, die angesichts ihrer üblichen Bewegungen unvorstellbar ist, und führen sie dann geschickt mit ihren Krallen zum Maul, um sie zu fressen.
Die Tiefseebecken sind nur schwach beleuchtet, um den Stress für die Tiere zu minimieren. Daher sind sie möglicherweise schwer zu entdecken. Bitte achten Sie bei Ihrem Besuch aber unbedingt auf den Sand und die Wände, um sie zu beobachten.
[Keita Seki, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Kasai Rinkai Aquarium]
(13. Februar 2022)