Der Stachel-Einsiedlerkrebs ist, wie der Name schon sagt, eine Art Einsiedlerkrebs, der in einem Gehäuse lebt, das einer stacheligen Kastanienknospe ähnelt, und ist im Becken „Tiefseekreaturen 1“ zu sehen.
Einsiedlerkrebse sind dafür bekannt, Schneckenhäuser zum Schutz zu nutzen und mit zunehmendem Wachstum in größere Gehäuse umzuziehen. Dieser Stachel-Einsiedlerkrebs hingegen ist eine seltene Art, die ihr ganzes Leben lang nie das Gehäuse wechselt. Das Geheimnis liegt in der einzigartigen Struktur seines Gehäuses.
Als Jungtier trägt der Stacheleinsiedlerkrebs, wie viele andere Einsiedlerkrebse auch, ein Schneckenhaus auf dem Rücken. Nach einer gewissen Zeit nistet sich jedoch eine Hydroidenart namens *Hydrocotylum fuscipes* an der Oberfläche des Schneckenhauses ein und nutzt dieses als Halt, um ein stacheliges Gehäuse zu bilden.
 |  |
| Exemplar des Gehäuses des Stachel-Einsiedlerkrebses | Die Muschel, die ich als Kind benutzt habe, hängt immer noch an der Spitze. |
Hydroiden gehören zur Gruppe der Nesseltiere, zu der auch Quallen zählen. Ihr Aussehen variiert stark je nach Art; einige leben einzeln, während andere, wie die Stachelseehydra, sich durch Teilung und Vermehrung fortpflanzen, wobei sich viele einzelne Hydroiden zu Kolonien zusammenschließen.
Der Stacheleinsiedlerkrebs (Hydrocotylum fuscipes) wächst und vermehrt sich, indem er Plankton und andere im Meer treibende Organismen frisst und dabei sein Gehäuse vergrößert. Solange der Krebs lebt, ist ihm ein stets passendes Gehäuse garantiert. Da er sich auch gemeinsam mit dem Stacheleinsiedlerkrebs fortbewegen kann, leben die beiden in einer Symbiose.
Kommen wir nun zurück zum Thema des Stacheleinsiedlerkrebses.
Ich habe diese Einsiedlerkrebse schon oft an fast senkrechten Wänden und Gorgonien (Nesseltiere, ähnlich Korallen) klettern sehen und war immer wieder beeindruckt von ihrer Wendigkeit. Ich vermutete, dass ihre Gehäuse ein Geheimnis bergen könnten, also nahm ich ein Exemplar in die Hand. Obwohl es trocken war, war ich überrascht, wie leicht es war. Hydroiden bauen stabile, dünne Gehäuse aus Chitin. Das könnte den Vorteil bieten, dass sie sich darin leichter fortbewegen können als in schweren Schneckenhäusern.
Im Aquarium sollte man nicht nur auf das charakteristische Aussehen der Fische achten, sondern auch auf ihr Verhalten.

Ein stacheliger Einsiedlerkrebs klettert auf ein schlankes, ziegenartiges Wesen.[Momoko Hotta, Abteilung Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Kasai Rinkai Aquarium]
(25. Februar 2022)