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Veranstaltungen
Hier ist sie, die Schleiereule.
└─2007/07/20
In einem kleinen Gehege direkt vor der „Meerschweinchenecke“ im Inokashira Park Zoo kann man Kaninchen und Schleiereulen sehen. Zwei der Schleiereulen stammen aus dem Higashiyama Zoo und Botanischen Garten in Nagoya und wurden im März 2007 erstmals dort gezeigt.

Übrigens, welches Bild kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an eine Eule denken? Ein gedrungener, brauner Körper mit flachem Gesicht und großen Augen? Oder vielleicht ein schneemannartiger, weißer Körper mit stechend gelben Augen? Die Schleiereule sieht jedoch ganz anders aus, als wir uns eine Eule üblicherweise vorstellen. Sie hat einen klar abgegrenzten Gesichtsschleier aus steifen Federn, der ihre Augen umgibt, und runde, schwarze Augen sowie einen schlanken Körper. Von vorn erscheint sie weiß, während von hinten ein helles Braun, das an welkes Gras erinnert, deutlich sichtbar ist.

Als wir die Vögel zum ersten Mal ausstellten, kannten sie weder das Gehege noch die Menschen und blieben die ganze Zeit in ihren Nistkästen. Deshalb versuchten wir verschiedene Dinge, wie zum Beispiel zusätzliche Sitzstangen anzubringen und die Reinigungszeiten zu verlängern, um sie an die Menschen zu gewöhnen. Schließlich konnten sie sich für kurze Zeit ruhig auf den Sitzstangen aufhalten. Trotzdem bleiben sie weiterhin in ihren Nistkästen, außer wenn Mitarbeiter kommen oder gehen. Wenn das so weitergeht, wird es für die Besucher schwierig sein, sie zu sehen.

Außerdem ist jetzt Mauserzeit. Schleiereulen bevorzugen von Natur aus enge Räume, aber wenn sie ständig im Nistkasten bleiben, kann sich ihr Gefieder nicht richtig mausern. Deshalb habe ich zusätzliche Sitzstangen angebracht, und sie schienen sich außerhalb des Nistkastens viel wohler zu fühlen. Daher habe ich beschlossen, den Nistkasten mit einem Deckel zu verschließen. Jetzt kann ich sie viel besser beobachten als zuvor.

Eulen sind mit weichen Federn bedeckt, die ihnen lautloses Fliegen ermöglichen. Ihre Schwungfedern haben gezackte Ränder, wodurch sie sich weich und samtig anfühlen. (Diese Zähnung optimiert den Luftstrom und ermöglicht so die leise Fortbewegung.) Dadurch können sie sich unbemerkt ihrer Beute nähern und gleichzeitig Umgebungsgeräusche klar wahrnehmen.

Während der Mauser verlieren Eulen bei jeder Bewegung Federn, die sich im Netz des Ausstellungsraums verfangen können. Die Mauser ist eine hervorragende Gelegenheit, Eulenfedern zu beobachten!

Mit den neu hinzugekommenen Schleiereulen, die in Graslandschaften und lichten Wäldern leben, gibt es nun drei Eulenarten im Inokashira Park Zoo zu sehen. Die anderen beiden Arten sind die Eulen im „Wildvogelwald“ und der Uhu im „Kleinsäugerhaus“. Vergleichen Sie unbedingt die Unterschiede in Farbe und Größe.

[Masaki Mifune, Tierpflege- und Ausstellungspersonal, Inokashira Park Zoo]

Foto oben: Schleiereule
Foto unten: Schwungfedern einer Schleiereule

(20. Juli 2007)



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