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Woher kommen die schwarzen Federn? Eine Geschichte über die Federn des japanischen Kranichs.
└─ 25.09.2021
Der Inokashira-Park-Zoo hält zwei Rotkronenkraniche in seinem Wassergehege und einen im großen Gehege. Mitte August wechselten die Rotkronenkraniche im Wassergehege ihr Gefieder. Sprechen wir also über das Federkleid von Rotkronenkranichen und anderen Vögeln.

Es gibt verschiedene Arten von Federn, und jede hat ihre eigene Funktion.

Zunächst lassen sich Federn grob in zwei Typen unterteilen: Konturfedern und Daunenfedern. Konturfedern zeichnen sich durch einen zentralen Schaft, den sogenannten Federschaft, aus und umfassen die Flugfedern und Schwanzfedern, aus denen die Flügel bestehen. Flugfedern werden weiter in drei Typen unterteilt: Primärflugfedern, Sekundärflugfedern und Tertiärflugfedern. Sie sind für den Flug unerlässlich.


Namen der Federn

Daunen hingegen wachsen nah an der Haut und zeichnen sich durch ihre flauschige, baumwollartige Textur aus. Im Englischen werden sie als „Down“ bezeichnet und besitzen hervorragende Wärmespeichereigenschaften, wodurch sie zum Schutz vor Kälte beitragen.

Federn sind für Vögel lebenswichtig. Deshalb baden und putzen sie ihr Gefieder regelmäßig und kümmern sich stets darum. Trotz täglicher Pflege werden die Federn jedoch mit der Zeit beschädigt, weshalb sie sich regelmäßig mausern. Bei der Mauser fallen alte Federn aus und neue wachsen nach. Der Zeitpunkt der Mauser variiert je nach Vogelart; manche mausern sich nur alle paar Jahre, andere mehrmals im Jahr. Während der Mauser fallen auch die Schwungfedern aus, die für den Flug unerlässlich sind.

Rotkronenkraniche mausern sich in der Regel alle zwei Jahre, etwa im Juli oder August, wenn die Brutsaison endet. Während dieser Zeit fallen ihre Flugfedern auf einmal aus, und sie können vorübergehend nicht fliegen, bis neue Federn nachgewachsen sind.


Ein Blick in das Gehege während der Mauser. So viele Federn werden an nur einem Tag abgeworfen.

Da die Flügel des Rotkronenkranichs in der Taille gefaltet sind, sehen die schwarzen Federn von hinten betrachtet wie Schwanzfedern aus. Tatsächlich handelt es sich aber um Tertialfedern, die an der Flügelbasis wachsen. Auch die Sekundärfedern weisen schwarze Federn auf, die sich jedoch in ihrer Form leicht unterscheiden.


Das obere Bild zeigt die sekundären Schwungfedern, das untere die tertiären Schwungfedern.

Während der Mauserzeit fallen auch die schwarzen Schwungfedern aus, sodass die Schwanzfedern, die normalerweise von den überlappenden Schwungfedern verdeckt werden, deutlich sichtbar werden. Man kann erkennen, dass die Schwanzfedern weiß und überraschend kurz sind.

Häutung
Nach der Häutung
*Dies ist ein anderes Exemplar als das auf der linken Seite (in der Häutung).

Die beiden im Meerestierpark gehaltenen Rotkronenkraniche mausern sich in unterschiedlichen Jahren, sodass Sie jedes Jahr einen der beiden bei der Mauser beobachten können. Achten Sie bei Ihrem Besuch bitte besonders auf das Gefieder der Vögel.

[Sakura Murakami, Tierpflege- und Ausstellungsmitarbeiterin, Inokashira Park Zoo Aquatic Life Museum]

(25. September 2021)



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